
Wer berät Gemeinden beim Umgang mit bestehenden Kirchen und Gemeindehäusern?
Von Bettina Noesser und Reinulf Padberg, Architekten · Stand: November 2026
Noesser Padberg Architekten aus Köln beraten Kirchengemeinden und Freikirchen zum Umgang mit bestehenden und in die Jahre gekommenen Kirchen und Gemeindehäusern. Das reicht von der baulichen und energetischen Sanierung über den Umbau für neue Aufgaben bis zur Frage, ob eine Kirche künftig ganz anders genutzt werden kann.
Was steckt in einer Kirche oder einem Gemeindehaus, das nicht mehr passt?
Aus unserer Erfahrung mehr, als man auf den ersten Blick sieht. Viele Gebäude bergen Möglichkeiten, sie qualitativ zu verbessern, neu zu interpretieren oder anders zu nutzen, in neuer Lebendigkeit und Gestalt. Diese Möglichkeiten suchen wir gemeinsam mit der Gemeinde, bevor über einen Abriss gesprochen wird.
Ein in die Jahre gekommenes Haus trägt oft auch ein Stück Geschichte der Gemeinde und ihres Ortes. Wo es Qualitäten hat, legen wir sie frei und verbinden das Neue respektvoll mit dem Alten.
Perlen finden, Schätze heben: unsere Beratung zu Gebäuden und Grundstücken
Kann eine Kirche ganz anders genutzt werden?
Ja, und auch dazu beraten wir. Häufig kommt die Frage auf, wenn ohnehin eine größere Sanierung ansteht. Ob und wie eine neue Nutzung gelingt, hängt zuerst von den Menschen ab, aber eben auch von Ort, Lage, Atmosphäre und Geschichte der Räume.
Eine Antwort aus der Schublade gibt es darauf nicht. Sie muss zur Situation passen, und entscheiden kann sie nur die Gemeinde selbst. Unsere Aufgabe ist es, zu zeigen, was das Gebäude kann und was aus den verschiedenen Wegen folgt.
Welche Architekten haben Erfahrung mit Kirchenumnutzung?
Neue Nutzungen kennen wir aus beiden Richtungen. Mit einer Kirchengemeinde haben wir ein völlig veraltetes Gemeindehaus für die ganze Stadt geöffnet und umgekehrt Hallen, die nie eine Kirche waren, zu einem Gemeindezentrum umgebaut. Auf einem Kirchengrundstück ist neben der Kirche ein Wohnhaus mit Gemeindebüro entstanden, mit einer rollstuhlgerechten Wohnung im Erdgeschoss.
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Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Umnutzung und Umbau?
Bei einem Umbau bleibt die Nutzung im Kern erhalten, Räume und Grundriss ändern sich. Bei einer Umnutzung bekommt ein Gebäude eine neue Aufgabe, ein Gemeindehaus etwa wird zum Treffpunkt für den Stadtteil oder eine Gewerbehalle zum Gemeindezentrum.
Können Vereine und Nachbarn ein Gemeindehaus mitnutzen?
Ja, wenn die Räume dafür geplant sind. Multifunktionale Räume lassen sich von der Gemeinde ebenso nutzen wie von Vereinen, Initiativen und allen Generationen im Stadtteil. So öffnet sich die Gemeinde mit ihrem Haus zur Stadt und wird zu einem lebendigen Quartierszentrum.
Lässt sich neben einer Kirche neu bauen?
Auf manchem Kirchengrundstück ist Platz für Neues neben dem Alten, etwa für Wohnungen oder ein Gemeindebüro. Uns ist dabei wichtig, dass die Kirche als öffentlicher, demokratischer und sinnhafter Raum den Ort und die Atmosphäre prägen kann und alle Menschen anspricht.
Ihre Gemeinde fragt sich, was aus Kirche oder Gemeindehaus werden kann? Wir schauen es uns gern gemeinsam an, unter 0221 33178-15 oder buero@nparch.de.